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Das Model und der Freak in Südafrika

28.10.12 von Max Friedrich

Nadine Rieder und Max Friedrich erfolgreich bei der Bridge Cape Pioneer Trek

Gerne folgten Nadine und Max der netten Einladung von Dryland Events zu der sieben Tage langen Mountainbike Rundfahrt im Südwesten von Südafrika.
Eine Woche vor dem Start stiegen beide vom Ergon 24h Racing Team ins Flugzeug, um nach einem kurzen Sightseeing Aufenthalt in Kapstadt ihr Quartier bei African-Inn in Oudtshoorn beziehen zu können. Ein glücklicher Zufall war es, dass auf dem Gelände ihres Challets die Strecke des 15km langen Prologes entlang führte. Mattys Beukes (http://www.cangomountainbiking.com) hat diese unglaubliche Singletrailstrecke in jahrelanger Kleinarbeit gebaut.

„Es war wirklich beeindruckend!“, so Max Friedrich, „5 Meter neben unserem Häuschen verlief die Strecke. Als wir das erste Mal zur Besichtigung aufbrachen, wurden wir gleich von einem Fotografen überrascht. Wir haben uns nichts weiter dabei gedacht, bis wir uns dann am nächsten Tag beim Einkaufen im Supermarkt Pick N‘ Pay auf der Titelseite der Oudtshoorner Wochenzeitung entdeckten… Wahnsinn! Das gab natürlich nochmal Druck, obwohl wir das ganze in erster Linie zum Spaß machen.“

Nach etlichen Trainings-Runden bestätigten dann die beiden Ergon Piloten die Erwartungen der Südafrikaner und siegten im Prolog mit 40 Sekunden Abstand auf das Team Stirnemann/Soncin.

Auch auf der ersten Etappe nach Calizdorp mit 103 km zeigten die Zwei eine gute Vorstellung und bauten ihren Vorsprung im Führungstrikot um weitere fünf Minuten aus. Überschattet wurde diese Etappe von dem Angriff eines Bienenschwarms in den etliche Fahrer aus dem hinteren Teil des Feldes verwickelt waren. Einige wurden mehrere hundert Mal gestochen und vom Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Glücklicherweise kam es nicht zu lebensgefährlichen Reaktionen.

Auf der Königsetappe mit dem Ziel auf dem Swartbergpass (85 km und 2760 Hm) hatten Nadine und Max wieder enorm viel Spaß und packten weitere acht Minuten auf ihr Konto. Auf dieser Etappe sicherten sie sich auch den mit 5000 Rand dotierten „Prince & Princess of the Mountain“-Preis. (O-Ton Max für „King of the Mountain“)

Das Glück verließ die beiden auf den flacheren, dritten  109 km  Etappe nach De Rust.  Nachdem sie ihre Verfolger wieder deutlich distanziert hatten, mussten sie drei Reifendefekte beheben. Dadurch büßten sie im Ziel so viel Zeit ein, dass sie ihre Gesamtführung an das Team Haibike/BH knapp verloren.

Nadine brauchte in der ganzen Woche kein einziges Mal an einer Verpflegungsstation anzuhalten. Flaschen füllen und Gummibärchen holen war Max Part.

Mit nur einer Minute Rückstand auf das Führungstrikot starteten Nadine und Max auf die 63km nach Herold. Auf Siegeskurs liegend verfing sich Max Schaltwerk in den Speichen und die zwei wurden wieder zu einer Reparaturpause gezwungen. Mit einem fixen Gang auf den letzten 15km setzte Max seine Fahrt fort. So kam es, dass beide weitere 14 Minuten auf die Führenden einbüßten.

Das für südafrikanische Verhältnisse kalte und regnerische Wetter tat sein Übriges. Bereits auf dieser Etappe kündigten sich bei Max die ersten grippalen Symptome an.

Deshalb fuhren die beiden auch am Folgetag mit angezogener Handbremse. Dennoch fuhren sie nach 75km mit nur drei Minuten Rückstand ins Ziel in George und festigten so ihren zweiten Gesamtrang.

„Ich hatte das Gefühl, dass mir 100PS fehlen“, so Max, „aber, that‘s Part of the game! Aufgeben war für uns nie eine Option.“

Inzwischen zeigte Nadine auch Krankheitserscheinungen. Mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Kraftlosigkeit starteten beide auf die letzten 84 km wieder zurück nach Oudtshoorn. Dabei verloren sie natürlich wieder viel Zeit, aber die Etappensieger Jennie Stenerhag und Craig Gerber konnten ihnen ihren zweiten Gesamtplatz nicht mehr streitig machen.

So ging eine Woche mit Hoch und Tiefs vorüber. Sagenhafte Trails, traumhafte Landschaft und durchweg nette Leute prägten die 534 km durch die Klein Karoo. Eine perfekt organisierte Veranstaltung mit Seele!
Trotz ihrer Krankheit ließen  es sich Nadine und Max nicht nehmen, bei der achten Etappe zu starten – die Afterparty!

Auf jeden Fall planen Nadine und Max im nächsten Jahr wieder dabei zu sein und um den Titel zu fighten.

„Beeindruckt hat uns besonders die gute Organisation“, so Nadine, „wir gaben einfach unsere verdreckten Räder im Ziel ab und bekamen sie gewartet am nächsten Morgen wieder, Massage am Mittag war auch mit drin und wenn es darum ging zur Unterkunft gefahren zu werden, war sofort unser Chauffeur Hendrik da! –Einfach perfekt!“
„Und so ein Paket kann übrigens jeder buchen!“, grinst Max, „das ist nicht nur für VIPs!“

 

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